Gemeinschaftspraxis für Pathologie Erfurt
Gemeinschaftspraxis für Pathologie Erfurt

Histologie

In der Histologie werden Gewebeproben untersucht. Je nach Entnahmeart unterscheidet man in:

  • Biopsien: endoskopisch oder stanzbioptisch gewonnene, meist sehr kleine Gewebeproben (z.B. Magen- u. Darmbiopsien, Bronchusbiopsien, Mamma- oder Prostatastanzzylinder)
  • Probeexcidate: z.B. Hautveränderungen, Zysten, Prostata- und Blasenspäne
  • Operationspräparate: Organe und Organteilstücke
  • Ausstrichpräparate: z.B. Knochenmarkausstriche, gynäkologische Abstriche
  • Zytologien: z.B. Ascites, Pleura- und Myokardergüsse, Sputum

 

Für die Untersuchung werden nach einem Fixierungs- und Entwässerungsprozess 2-4 Mikrometer dünne Schnittpräparate hergestellt und gefärbt. Diese können dann lichtmikroskopisch hinsichtlich der Morphologie der Zellen und des färberischen Verhaltens der Gewebsstrukturen beurteilt werden (für letzteres stehen verschiedene Färbemethoden zur Wahl).

Zu den Aufgaben der Histopathologie gehören unter anderem:

  • Frühdiagnose von Tumoren (z. B. Magenbiopsie)
  • Klassifizierung von Tumoren und Einordnung in die WHO-Klassifikation
  • Therapieempfehlungen und Prognosen
  • Vorsorgeuntersuchungen (gynäkologische Abstriche, Darmkrebsvorsorge)
  • Nachweis von Stoffwechselerkrankungen
  • Nachweis von parasitären, bakteriellen, viralen und entzündlichen Erkrankungen
  • Nachweis von genetischen Erkrankungen

Färbungen und histochemische Nachweise

Histologische Färbungen (Stand Dezember 2016)
Histologische Färbungen.pdf
PDF-Dokument [52.0 KB]
Histochemische Nachweise (Stand Dezember 2016)
Histochemische Nachweise.pdf
PDF-Dokument [41.9 KB]

Schnellschnittdiagnostik

Bei einem Schnellschnitt können Gewebeproben noch während einer laufenden Operation feingeweblich untersucht werden.

 

Die Untersuchung erfolgt an nativem (d.h. unfixiertem Material). Im Gegensatz zur zeitaufwendigen Fixation und Paraffineinbettung werden die Gewebeproben tiefgefroren am Kryostat (einem speziellen Mikrotom) geschnitten  und mit einer verkürzten HE-Färbung dargestellt.

 

Die Ergebnisse liegen in der Regel 10 - 20 Minuten nach Eintreffen der Probe im Labor vor.

 

Die schnelle Bearbeitung geht allerdings zulasten der Qualität der Schnitte, weshalb der Nutzen der Schnellschnittbearbeitung sorgfältig abgewogen werden muss.

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